Berufsbild eines Lebensmittelkontrolleur

 

 

Was macht ein Lebensmittelkontrolleur ?

 

 

Die amtliche Lebensmittelüberwachung hat die Aufgabe, Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren durch Lebensmittel, kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände und Tabakerzeugnisse sowie vor Irreführung und Täuschung zu schützen.

In regelmäßigen Abständen (deren Häufigkeit durch betriebsbezogene Risikobeurteilungen festgelegt wird) werden z. B. Fleischereien, Bäckereien, Einzelhandelsgeschäfte, Verkaufsshops in Tankstellen, Wochenmärkte, Eisdielen, Schankwirtschaften, Gaststätten, Kantinen sowie landwirtschaftliche Direktvermarkter unangemeldet kontrolliert. Die Lebensmittelkontrolleure überzeugen sich dabei davon, dass die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit, Produktzusammensetzung und Kennzeichnung eingehalten werden.

Bei den Betriebsbegehungen werden u. a. die Räumlichkeiten, Maschinen und Kleingeräte und Betriebsmittel (z. B. Packmittel, Schmiermittel, Reinigungsmittel) auf hygienische Beschaffenheit und Eignung, Rohstoffe, Zutaten und Endprodukte, sowie die Kennzeichnung von Lebensmitteln überprüft und ggf. Proben zur Untersuchung in amtlichen Untersuchungslaboren entnommen. Ein großes Augenmerk wird der Personalhygiene, der angemessenen tätigkeitsbezogenen Fortbildung der Beschäftigten und den betrieblichen Sicherheitsvorkehrungen (HACCP) und Eigenkontrollen (z. B. Kühlkette, Erhitzungsverfahren, Schädlingsbekämpfung, Fremdkörperdetektion) zugemessen.

Die Lebensmittelüberwachung wird bei Verbraucherbeschwerden oder bei Erkrankungen nach dem Verzehr von Lebensmitteln in der Regel sofort tätig und ermittelt, ob die Beschwerde begründet ist, ob Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften vorliegen und ordnet die erforderlichen Maßnahmen zur Beseitigung von Missständen oder zur Vermeidung weiterer Erkrankungen an.

Werden Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften festgestellt, so werden ordnungsrechtliche Maßnahmen – Verwarnung, Bußgeld, Androhung von Zwangsmitteln etc. – erforderlich. Das Vorliegen erheblicher hygienischer Mängeln kann auch die Untersagung der Herstellung von Lebensmitteln, eine Betriebsschließung und in der Regel auch ein Strafverfahren zur Folge haben.

 

 

Beruf in der DDR

Einen ähnlichen Beruf gab es in der DDR in Form der Hygieneinspektoren (Fachschulabschluss auf medizinischen Beruf aufbauend, (Ingenieure für Hygiene-Ingenieurschulstudium, Ingenieurschule für Pharmazie Dresden, Ingenieurschule für Pharmazie Leipzig)), Veterinärtechniker und Veterinäringenieure (Fachschulabschluss auf landwirtschaftlichen Beruf aufbauend, Fachschulen für Veterinärmedizin Rostock und Beichlingen). Hygieneinspektoren konnten nach der Ausbildung und einer Weiterbildung die Prüfung unter anderem zum Fachinspektor für Lebensmittel- und Ernährungshygiene machen. Hygieneinspektoren sind laut Einigungsvertrag für den Beruf des Lebensmittelkontrolleurs qualifiziert.

3 Jahre mittleres medizinisches Fachschulstudium in der medizinischen Fachschule Arnsdorf (bei Dresden)

  • Hygieneinspektor Lebensmittel- und Ernährungshygiene
  • Hygieneinspektor Infektionsschutz
  • Hygieneinspektor Kommunalhygiene

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lebensmittelkontrolleur  aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  

 

Was macht ein Lebensmittelkontrolleur ?